Ratgeber

iPhone-Backup ohne iCloud: so geht's richtig

Fotos in Originalqualität, Kalender und Dateien – direkt aufs eigene NAS oder verschlüsselt in die Schweizer Cloud, ohne Apple-Abo. Dieser Ratgeber erklärt, warum sich das lohnt und wie Sie es in Minuten einrichten.

Warum iCloud kein Backup ist

iCloud synchronisiert – es hält alle Geräte auf demselben Stand. Das fühlt sich sicher an, ist aber etwas anderes als ein Backup: Löschen Sie ein Foto auf dem iPhone, verschwindet es kurz darauf auch in iCloud und auf allen anderen Geräten. Dasselbe gilt für versehentlich überschriebene Dateien oder ein gehacktes Konto: Die Synchronisation übernimmt jeden Fehler brav mit.

Ein echtes Backup ist eine unabhängige, versionierte Kopie an einem zweiten Ort, auf die weder ein Tippfehler noch ein Angreifer durchgreift. Genau das leistet iCloud nicht – und genau deshalb empfiehlt selbst Apple, zusätzlich lokale Sicherungen anzulegen.

Kurz gesagt: Sync-Dienste wie iCloud, OneDrive oder Google Drive verteilen Ihre Daten – sie schützen sie nicht.

Alle genannten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern.

Was ein iPhone-Backup ohne iCloud können muss

  • Originalqualität: Fotos und Videos unverändert, samt Geodaten und allen Metadaten – keine komprimierten Kopien.
  • Nachweisbar vollständig: Eine Prüfsumme (SHA-256) pro Datei bestätigt, dass jede Aufnahme wirklich angekommen ist.
  • Mehr als Fotos: Kalender, Erinnerungen und Dateien-Ordner gehören ebenfalls gesichert.
  • Ohne Computer: Das Backup soll direkt vom iPhone laufen – nicht über einen Mac oder PC als Zwischenschritt.
  • Lesbare Formate: Die Sicherung soll am NAS direkt anschaubar sein, nicht in einem proprietären Container stecken.

So sichern Sie Ihr iPhone mit Dockup

Schritt 1: App installieren

Die Dockup-App aufs iPhone laden und öffnen. Für den Start brauchen Sie weder ein Konto noch eine Kreditkarte.

Schritt 2: Ziel wählen

Zwei Wege, beide vollwertig – und kombinierbar:

  • Aufs eigene NAS: Die App spricht SMB selbst und sichert direkt auf Synology, QNAP & Co. – zuhause im WLAN, ganz ohne Computer dazwischen.
  • In die Schweizer Cloud: Verschlüsselt, bevor die Daten das iPhone verlassen, gespeichert in Rechenzentren in der Schweiz – ideal, wenn Sie kein NAS haben oder eine Kopie ausser Haus wollen.

Schritt 3: Auswählen und laufen lassen

Einzelne Fotos, ganze Alben oder die komplette Mediathek – Sie entscheiden. Jede Aufnahme erhält nach der Sicherung ein Prüfhäkchen, und ein SHA-256-Abgleich bestätigt Bild für Bild die Vollständigkeit. Danach fragt die App, ob die gesicherten Aufnahmen vom iPhone gelöscht werden sollen – so ist der Speicher mit einem Tipp wieder frei.

Der Unterschied zum Apple-Abo

Mit iCloud+ mieten Sie Speicher, solange Sie zahlen – hören Sie auf, wird es eng für Ihre Fotos. Beim Backup aufs eigene NAS gehört der Speicher Ihnen, einmalig bezahlt. Und die Dockup Cloud kostet ab CHF 1.90 pro Monat, in CHF, monatlich kündbar, mit Datenhaltung nach Schweizer Recht statt US CLOUD Act.

Ihr iPhone gehört gesichert

Dockup sichert Fotos, Kalender und Dateien direkt aufs NAS oder in die Schweizer Cloud – verifiziert, in Originalqualität, ohne Abo-Zwang.

Häufige Fragen

Kann ich iCloud danach abschalten?

Das entscheiden Sie. Viele nutzen iCloud weiter für die Synchronisation zwischen Geräten und Dockup als davon unabhängiges Backup – das ist die sicherste Kombination.

Bleiben die Geodaten und Metadaten erhalten?

Ja. Jede Aufnahme wird unverändert gesichert – samt Aufnahmeort, Datum, Kameradaten und allen Metatags. Die App zeigt Ihre gesicherten Fotos deshalb auch auf einer Karte.

Funktioniert das Backup auch unterwegs?

In die Schweizer Cloud: ja, jederzeit. Aufs NAS sichert die App, sobald Sie wieder im Heimnetz sind.

Was kostet das?

Das Backup aufs eigene NAS ist für 1 Gerät für immer gratis. Schweizer Cloud-Speicher gibt es ab CHF 1.90 pro Monat, monatlich kündbar. Alle Preise finden Sie hier.